Jahrelang machte Isabell Horn alles, um in der ­Öffentlichkeit zu stehen: zuerst als Schauspielerin in TV-Serien, dann als ­Influencerin auf Plattformen wie Youtube und ­Instagram. Wenn die deutsche Selbstdarstellerin jetzt ein Buch über ihre Depression ver­öffentlicht, ist man zunächst nicht sicher, ob das nur ein Baustein ihrer Selbstvermarktungsstrategie ist. Doch ihr Bericht über langjährige seelische Nöte wirkt ehrlich und glaubwürdig. Offen schreibt sie, wie sie nach der Geburt ihres Kindes antriebslos, traurig und überfordert war. Eine Psychotherapie half Horn, neuen Lebensmut zu fassen. Infos über Depressionen und Therapien reichern das Buch an.

Isabell Horn: «Bleibt das jetzt so?», Heyne Verlag, ca. Fr. 26.–

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