Viele stellen sich Alko­holiker als verwahrloste Clochards vor. Nathalie Stüben ist das Gegenteil davon: Sie ist jung, hübsch und eine erfolgreiche Journalistin. Und sie hat ein Alkoholprob­lem. Sucht beginnt lange vor dem Verwahrlosen, warnt sie. Schonungslos berichtet sie, wie sie
in den Betten fremder Männer erwachte – ohne Erinnerung an die Nacht. Das Buch ist toll geschrieben und leicht zu lesen. Es enthält viele nützliche Informationen zur Alkoholsucht und zu Therapien. Schade ist hingegen, dass Nathalie Stüben ihre eigenen Erfahrungen mit dem Entzug nur in wenigen Worten beschreibt. Deshalb wird nicht klar, wie sie den Schritt zur Abstinenz schaffte.

Nathalie Stüben: «Ohne Alkohol», Kailash Verlag, ca. Fr. 26.–

Empfehlenswert