Der Nutzen der Osteopathie ist unklar

Gesundheitstipp 07/2018 vom

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Osteopathen versprechen Hilfe bei Kreuzschmerzen. Allerdings ist nicht ­bewiesen, dass diese ­Therapie gegen die ­Beschwerden hilft.

Gegen Kreuzschmerzen suchen viele Betroffene Hilfe bei ­einem Osteopathen. Dabei behandeln Therapeuten ­Gelenke und Muskeln mit sanften Griffen. Das soll die Beweglichkeit fördern und Verspannungen lösen. 

Doch es ist unklar, ob die Behandlung bei Kreuzschmerzen hilft. Zu diesem Schluss kommt der «Igel-Monitor», der medizinische Dienst der deutschen Kranken­kassen. Wissenschafter hatten zehn Studien verglichen. Keine einzige zeigte, dass sich die Lebensqualität der Patienten nach der Therapie verbesserte oder dass sie ­seltener am ­Arbeitsplatz fehlten. Nicht belegt sei auch, dass Osteopathie hilf­reicher sei als andere Behandlungen.

Experten raten Patienten, sich bei Rücken- und Kreuzschmerzen vermehrt zu bewegen. Das lockert die Muskeln und vermindert die Schmerzen (siehe Merkblatt). Heilmittel können die Wirkung unterstützen.

Mit Wallwurz gegen die Entzündung

Gesundheitstipp-Arzt Thomas Walser empfiehlt Salben mit einem Extrakt aus der Wallwurzpflanze. «Sie bekämpfen Entzündungen und Schmerzen.» Die Wirkung sei besser belegt als die von anderen Medikamenten. Auch Schmerzmittel, die Entzündungen hemmen, können helfen. Dazu gehören Ibuprofen und Naproxen.

Der Schweizerische Verband der Osteopathen schreibt, die Therapie helfe bei Kreuzschmerzen, jedoch nicht in allen Fällen. Man müsse jeden Patient gründlich untersuchen und abhängig von der Ursache ­behandeln.

 

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