Leser Fragen – K-Tipp antwortet

K-Tipp 10/2015 vom

«Ich habe bei der Swisscom für mein Handy ein Flatrate-Abo, das mir grundsätzlich eine unlimitierte Zahl Gratisanrufe garantiert. ­Warum muss ich für Anrufe auf 0848er-Nummern trotzdem ­zahlen?»

Weil das die Mobilfunkfirmen so eingerichtet haben. Wer beispielsweise den Kundendienst von Post, Ikea oder Coop über die 0848er-Nummer anruft, zahlt 8 Rappen pro Minute. Doch das gilt nur für Anrufe aus dem Festnetz. Wer mit dem Handy anruft, wird zusätzlich zur Kasse gebeten. Die Telecomfirmen verlangen diese zusätz­lichen Kosten auch von Kunden mit ­einem Flatrate-Abo. Prepaidkunden werden häufig noch stärker zur Kasse gebeten.

  • Swisscom: Kunden mit einem Abo zahlen 30 Rappen zusätzlich pro Mi­nute, Prepaidkunden sogar 80 Rappen zusätzlich pro Minute.
  • Orange/Salt: Abokunden zahlen 40 Rappen zusätzlich pro Minute, Prepaidkunden 80 Rappen zusätzlich.
  • Sunrise: Abo- und Prepaidkunden zahlen 20 Rappen pro Minute – inklusive des Grundtarifs von 8 Rappen.

«Ich benütze eine natürliche ­Zahncreme ohne Fluorid. Schützt sie gleich gut gegen Karies wie eine normale Zahnpasta?»

Fluorid schützt sehr gut vor Karies: Das belegen wissenschaftliche Stu­dien. Seit es Zahnpasten mit Fluorid gibt, ist in den Industrieländern die Zahl der Fälle mit Karies deutlich gesunken. Fluorid trägt dazu bei, dass keine Löcher entstehen, wenn die Zahnhygiene nicht perfekt ist. Grundsätzlich ist es möglich, dass die Zähne auch ohne Fluorid frei von Karies bleiben. Dies setzt aber voraus, dass man sie immer optimal reinigt.

Das Risiko, sich mit Fluorid – nicht zu verwechseln mit dem giftigen Gas Fluor – zu vergiften, ist laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung «gleich null». Fluorid ist ein Spuren­element, das in der Natur verbreitet ist. 

«Stimmt es, dass die Mikrowellen Vitamine und andere gesunde Lebensmittelbestandteile schädigen oder gar gänzlich vernichten?»

Nein. Der Nährwert eines Lebensmittels bleibt beim Erhitzen erhalten. ­Mikrowellen zerstören Vitamine in ­Lebensmitteln sogar weniger stark, als wenn man sie in der Pfanne kocht.

Zwei Punkte gilt es bei Mikrowellen zu beachten:

Erstens erhitzen sie ­Lebensmittel nicht gleichmässig. Deshalb sollte man zum Beispiel Milch in Babyflaschen nach dem Erhitzen umgerührt oder geschüttelt und anschliessend kurz stehen lassen. So kann sich die Wärme gleichmässig verteilen.

Zweitens töten Mikrowellen Keime ­weniger gut ab als das Kochen auf dem Herd. Heikle Produkte wie Pouletfleisch sollte man deshalb nicht in der Mikrowelle zubereiten. 

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