Plagegeister aus Garten und Wald

saldo 15/2003 vom

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Juckt die Haut nach dem Herbstspaziergang, können winzige, gefrässige Milben die Ursache sein.

So klein und doch so lästig: Millimetergrosse Herbstmilben - auch Gras- oder Erntemilben genannt - tummeln sich von Juli bis Oktober in Wiesen, Gärten und an Waldrändern. Die Spinnentiere wohnen in der Erde und ihre Larven kommen bei warmem Wetter an die Oberfläche. Auf Grashalmen warten sie auf ihre Opfer, denen sie mit ihren Mundwerkzeugen die Haut aufritzen und Zellen auflösende Flüssigkeit einflössen.

Den Stich auf der Haut nimmt der Betroffene gar nicht wahr, die Folgen hingegen schon: Juckreiz und Hautausschläge machen sich Stunden bis Tage nach dem Stich bemerkbar. Manchmal kommt es auch zu stark geröteten und juckenden Quaddeln. Besonders lieben die kleinen Tierchen die Haut im Knöchel- oder Gürtelbereich.

Bei leichtem Juckreiz helfen kühlende Hausmittel oder eventuell eine beruhigende Salbe. Nur bei starker Entzündung empfehlen Hautärzte ein Mittel gegen allergische Reaktionen oder gar ein Kortisonpräparat.


Milben lieben schattige und feuchte Gärten

Obwohl die Herbstmilbe keine Krankheiten überträgt, kann sie sich zu einer Plage entwickeln. Wichtig ist deshalb der richtige Kleiderschutz in Wald und Garten: Die Socken über die Hosenbeine ziehen sowie lange Ärmel und Handschuhe tragen.

Wer schattige und feuchte Gärten meidet, geht den Milben aus dem Weg. Die Milbenpopulation im Garten lässt sich klein halten, indem man das Unkraut so gut wie möglich entfernt und den Rasen kurz schneidet.
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